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Klang und Form im Dialog

Hama Lohrmann wählt für seine Landart typischer Weise wilde, von der Zivilisation unberührte Gegenden weltweit. Der Film, den artman.film 2010 im Engadin in rund 2800 Meter Höhe drehte, zeigt dies beispielhaft. Heuer will der Künstler eine Performance realisieren, die ihn seit längerem beschäftigt.

An einem der bayerischen Seen soll eine solche Aktion erstmals von artman.film aufgezeichnet werden. Lohrmann wird Sand auf eine große, weiße Plane rieseln lassen, die am Boden ausgebreitet ist. Es wird so eine durchgehende, mäandrierende Linie entstehen, die eine gleichmäßige Struktur ergibt und letztlich eine Kreisform bildet. Ähnliche Bilder und Zeichnungen existieren schon. „Ich habe das schon 20 Mal gemacht“, auch zusammen mit Freund und Musiker Frank Aumann, der dazu auf seinem Akkordeon improvisiert. Neu ist indes, dass die Performance, die sich auch vor Publikum vollzieht, filmisch festgehalten wird. Der Künstler nimmt den Rhythmus der Musik auf. Der Musiker wird von der Gestik des Künstlers zu neuen musikalischen Ideen inspiriert. Lohrmann sagt, dass sich der Rhythmus der Musik unwillkürlich auf die Art der Linienschwünge überträgt.

Einen Einfluss auf die Arbeit übt auch die umgebende Landschaft aus. Den Ort der Performance wird Lohrmann daher mit Bedacht auswählen. Bevorzugt könnte es ein Steg am See sein, am frühen Morgen.