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Die Heidenheimer Presse berichtete am 23.11.2007
„Es war eine aufregende Zeit”

Bei der IHK wurde jetzt die DVD zum Bildhauer-Symposion '07 vorgestellt. Wortreich erklären darauf die Künstler ihr Werk

Gabriele Rogowski zeigte sich „begeistert: Das ist eine DVD vom Feinsten". Im Saal der IHK wurde die Dokumentation des Heidenheimer Bildhauer-Symposions '07 von „artman.film" jetzt vorgestellt.

„Es war eine aufregende Zeit", sagt im Film einer der Beteiligten. Und die Bilder beglaubigen das: Es wird einmal der allgemeine Fortgang des Symposions dokumentiert; und dann werden die Künstler und ihre jeweiligen Arbeiten in einzelnen Beiträgen vorgestellt.

Rüdiger Stanko, einer der beteiligten Künstler, war anwesend bei der Erstvorführung, bei der auch darauf hingewiesen wurde, dass der Katalog zum Symposion '07 Anfang Dezember erscheinen wird.
„artman.film" steht für den ehemaligen WeG-Lehrer Johannes M. Hartmann, der mit Kamera und Mikrophon das Geschehen beständig begleitet hat. Geholfen hat ihm dabei seine Frau Andrea Hartmann; für den Ton verantwortlich war Rolf Eber, als Sprecher fungierte WeG-Lehrer Michael Loessin.

Acht Arbeiten früherer Symposien, so erfährt man im Film, seien in Heidenheim dauerhaft präsent, fünf weitere kamen nun hinzu. Das „Werk '07" verlief, darauf wurde mehrfach verwiesen, „störungsfrei", was früher nicht immer garantiert war. Freilich zeigen auch Bilder der DVD zumindest gehörige Skepsis bei einigen gefilmten Beobachtern des Geschehens.

Als erster Künstler wird Harald Kröner „bei der Entwicklung meiner Arbeit" vorgestellt. Er hat mit Bremsleuchten der Firma Osram das „Ohr" und eine Fußgänger-Unterführung mit Zitaten von Frisch und Heidegger ausgestattet. „Das sind exterritoriale Orte", kommentiert der Künstler; es könnte sie überall geben, auch in Berlin oder Paris. Warnungen vor drohender Beschädigung erwiesen sich bislang als absolut unbegründet.

„Mit einem gewissen Augenzwinkern" berichtete Rüdiger Stanko dann über das Entstehen seiner beiden Tafeln „Industrie und Kultur": 400 Heidenheimer assoziierten mit den Begriffen Farben, die Stanko bei Siebdruck Hummel zu unterschiedlich dicken Farblinien umsetzte. Heike Mutter und Ulrich Genth referierten dann ausgiebig über die „Demokratische Sozialisation des kreativen Lasters", einen LKW als rollenden Sockel für eine aufgeschraubte Röhrenplastik, entstanden bei Schuck.

Sehr plastisch zu beobachten war Ralf Werners Entwicklung der Idee der „Pagode" unter Schloss Hellenstein. Zunächst nämlich wollte er den Norma-Bau am Wedelgraben „kippen", dann fasste er eine kunstreiche Verlängerung des Coop-Baus ins Auge. Schließlich realisierte er die eindrucksvolle Doppelung eines architektonisch kaschierenden Pumpenhäuschens.

„Jetzt habe ich die Werke wirklich verstanden", war hernach das Fazit von Gabriele Rogowski, die von Hartmann das erste DVD-Exemplar überreicht erhielt. Und Hartmann wurde gebeten, das nächste Mal wieder filmisch zu begleiten.

Dr. Manfred Allenhöfer